Was trotz Trauer zu regeln ist
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Was trotz Trauer zu regeln ist

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Was trotz Trauer zu regeln ist

 

Trauer

Für Hinterbliebene bricht nach einem Todesfall nicht selten das Chaos aus. Die wenigsten Menschen haben Erfahrung in all den Dingen, die danach folgen. Diese Checkliste soll das Vorgehen erleichtern.

Wenn ein naher Angehöriger stirbt, ist es oft schwierig, einen klaren Gedanken zu fassen. Denn in Zeiten der Trauer gibt es vermeintlich Wichtigeres als Bürokratie. Doch es gibt Dinge, die besser nicht auf die lange Bank geschoben werden sollte, erläutert Elke Herrnberger vom Bundesverband Deutscher Bestatter. dpa

Bestattung organisieren

Wichtigste Frage: Hat der Verstorbene eine Bestattungsvorsorge hinterlassen? Wenn ja, ist das für Hinterbliebene eine große Erleichterung, weil sie Trauernden viele Entscheidungen abnimmt. In dem Dokument könnte der Verstorbene zu Lebzeiten noch festgelegt haben, wo und wie er beerdigt werden möchte, welche Trauergäste informiert werden sollten und welcher der Wunschbestatter ist. Sogar die Kosten für die Bestattung könnten dann bereits beim gewählten Bestattungsinstitut hinterlegt worden sein.

Ebenso wichtig: Bestattungswünsche sollten nie im Testament formuliert werden. Denn das Testament wird in der Regel erst nach der Beisetzung eröffnet. Gibt es keine Bestattungsvorsorge oder Bestattungsverfügung, ist es an den Hinterbliebenen, all diese Dinge zu entscheiden. Möglicherweise hat der Verstorbene Wünsche bezüglich seiner Bestattung geäußert, die dann berücksichtigt werden sollten.

Hausarzt verständigen

Ist der Angehörige zu Hause gestorben, sollte umgehend der behandelnde Hausarzt verständigt werden. Dieser muss den Tod des Verstorbenen bescheinigen. Ohne den Totenschein kann das zuständige Standesamt die Sterbeurkunde nicht ausstellen, die zum Beispiel zur Anmeldung der Beerdigung notwendig ist. „Beim Sterbeort im Krankenhaus oder in einer Pflegeeinrichtung übernimmt in der Regel die Einrichtung das Organisatorische“, sagt Elke Herrnberger.

Haushalt und Tiere versorgen

Hat der Angehörige einen eigenen Haushalt geführt, sollten die Haustiere und Pflanzen versorgt, der Briefkasten geleert, bei der Post ein Nachsendeauftrag gestellt, die Fenster geschlossen, der Kühlschrank geleert, Strom, Gas und Wasser abgestellt beziehungsweise die Versorger informiert werden. Hat der Verstorbene in einer Mietwohnung gelebt, sollte außerdem der Vermieter oder die Hausverwaltung über den Tod informiert werden.

Verträge, Abos und Mitgliedschaften kündigen

Kontoauszüge bieten eine recht gute Übersicht über laufende Verpflichtungen, die nun enden sollten. Womöglich hat der Verstorbene auch einen Notfallplan hinterlassen, auf dem sämtliche Verbindlichkeiten aufgeführt sind. Gekündigt werden sollten zum Beispiel Zeitungsabos, Mitgliedschaften in Vereinen und Verbänden, Versicherungen sowie Telefon- und Mobilfunkverträge. In der Praxis sollte die Sterbeurkunde dafür ausreichen.

Das Erbe regeln

Beim Nachlassgericht sollte eine beglaubigte Kopie der Sterbeurkunde sowie alle vorhandenen Testamente im Original eingereicht werden. Das Nachlassgericht eröffnet die Testamente und schickt diese als beglaubigte Kopie samt Protokoll über die Eröffnung an die in den Testamenten bedachten Personen sowie die gesetzlichen Erben.

Die wichtigsten Dokumente zusammenstellen

Dazu gehören Personalausweis oder Reisepass, die Geburtsurkunde, die Sterbeurkunde, gegebenenfalls die Heiratsurkunde oder ein Scheidungsurteil (je nach Familienstand). Ein Bestatter kann auch hierbei unterstützen – selbst wenn wichtige Dokumente abgelaufen sind oder gänzlich fehlen und Ersatzdokumente beschafft werden müssen. Außerdem sind in der Folge auch diese Unterlagen wichtig: die Krankenkassenkarte, die Rentennummer, Dokumente zur Betriebsrente und ein womöglich vorhandenes Testament. Gibt es eine Bestattungsvorsorge, eine Sterbegeldversicherung, eine Lebensversicherung oder sonstige Verfügungen, so sollten auch diese Dokumente herausgesucht werden.