„Wärmendes Gefühl“
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„Wärmendes Gefühl“

FOTO: BESTATTUNGSHAUS RUTHER

„Wärmendes Gefühl“

Sich Zeit für die Erinnerung zu nehmen, emfindet Sandra Viehmaier– Geschäftsführerin und Inhaberin vom Bestattungshaus Ruther – als einen wichtigen Aspekt zu Allerheiligen, wie sie gegenüber PZ-Redakteur Ralf Bachmayer erläutert.

Trauer

Welche Bedeutung hat Allerheiligen Ihrer Erfahrung nach?Da in unserer hektischen und schnelllebigen Zeit oftmals auch für die Erinnerung kaum noch Zeit bleibt, wird sie an diesem Tag besonders zum Ausdruck gebracht, indem die Gräber besucht, neu bepflanzt, besonders hergerichtet, werden und Lichter als Erinnerung an geliebte Menschen angezündet werden. Friedhöfe sind wichtige Orte der Erinnerung, daher sind diese an einem so besonderen Fest zahlreich besucht. Wenn ich selbst an diesem Tag in der schon dunkleren und kälteren Jahreszeit den Friedhof besuche, ist es für mich sehr beeindruckend und ein wärmendes Gefühl, wenn ich das große Lichtermeer auf mich wirken lasse.

Wie hat sich das Verhalten zum Thema Begräbnis gewandelt?

Der Wunsch nach Individualität nimmt immer mehr zu. Der Trend geht vom aufwendig gestalteten, selbst gepflegten Familiengrab weg, hin zu kleinen, pflegeleichten oder von Friedhofsgärtnereien gepflegten Gräbern. Gleichzeitig steigen das Angebot und die Nachfrage alternativer Bestattungsmöglichkeiten. So wollen immer mehr Menschen in der Ruhe der Natur ihre letzte Ruhe finden. Beispielsweise unter Bäumen in dem Bestattungswald im Stadtteil Büchenbronn, in dem die Grabpflege obendrein von der Natur selbst übernommen wird.