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Solarpflicht soll den Schub bringen

FOTO: ANATOLIY_GLEB - STOCK.ADOBE.COM

Solarpflicht soll den Schub bringen

Wohnen & Garten

Dächer von Neubauten sind der ideale Ort für neue Photovoltaikanlagen. Sie bieten ein riesiges Potenzial für die Energiewende. Derzeit gleicht Deutschland allerdings noch einem Flickenteppich. Wer etwa in Baden-Württemberg ein neues Haus bauen will, muss ab dem 1. Mai 2022 eine Solaranlage auf dem Dach installieren lassen. Ab Januar 2023 gilt das dann auch bei einer „grundlegenden“ Dachsanierung von Bestandsgebäuden.Das alles ist Zukunftsmusik, aber wie wird das Solarpotenzial auf den Dächern der 14 größten deutschen Städte derzeit ausgeschöpft? Das Ergebnis des LichtBlick Solarchecks 2021 ist ernüchternd: Der Solarfaktor – das Verhältnis der Fläche neu errichteter Solaranlagen zu neu gebauten Dachflächen - liegt in 8 der 14 Metropolen unter 30 Prozent.

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Die regionalen Unterschiede in Sachen Solarfaktor sind enorm. In der Ruhrgebietsmetropole Essen liegt er bei knapp 63 Prozent, in Köln bei gut 47 Prozent und in Leipzig bei 46,5 Prozent. Der Stuttgarter Solarfaktor beträgt lediglich 22,3 Prozent, in Hamburg sogar nur gut 10 Prozent. Letzteres könnte sich jedoch ab 2023 ändern, wenn besagte Solarpflicht in der Hansestadt in Kraft tritt. „Dächer sind die grünen Kraftwerke der Zukunft. Hier kann Klimaschutz bezahlbar und verbrauchernah realisiert werden“, bestätigt Ralf Schmidt-Pleschka, so Klima- und Energieexperte. djd