Lokal und digital: das Erfolgsrezept
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Lokal und digital: das Erfolgsrezept

Der direkte Kontakt von Schülern mit den Betrieben kann äußerst fruchtbar sein. FOTO: PZ-ARCHIV

Lokal und digital: das Erfolgsrezept

 

Karriere

Bestens vorbereitet und mit einer beeindruckenden Zahl an Anbietern aus den unterschiedlichsten Branchen findet auch in diesem Jahr die herbstliche Ausbildungsmesse im Biet statt. Die Neuhausener Monbachhalle war bereits kurze Zeit nach dem Startschuss zur Anmeldung voll belegt. Selbstverständlich, dass es wieder eine fein abgestimmte virtuell-digitale Begleitung gibt.Wie überhaupt das Veranstaltungsformat mit dem Austragsort Monbachhalle vor knapp vier Jahren vom Start weg ein Renner war. Manuela Erlenmayer von der Firma Erlenmayer Digital führte von Anfang an Regie, sich dabei immer im Klaren über die fundamentale Bedeutung des Themas Ausbildung. Entsprechend offensiv ging es denn auch zur Sache. Der Löwenanteil des Erfolges über die vergangenen Jahre geht sicherlich auf ihr Konto, darüber ist man sich im Biet durchaus im Klaren.

Mit ihrem Konzept, den Jugendlichen einen zeitgemäßen Informations-Zugang zum Ausbildungsmarkt zu bieten, hat sie auch in diesem Herbst die Verantwortlichen an den Schalthebeln in den Betrieben und den Institutionen überzeugen können – mehr noch die Nachfrage nach Standplätzen überstieg deutlich das Angebot.

Die rapid zunehmende Resonanz und der bisherige Erfolg von „Azubi4me“bei den Ausbildungsunternehmen ist nicht nur ein Indiz dafür, dass man hier offensichtlich den Nerv der Zeitz getroffen hat. „Azubi4me“ ist so tatsächlich zu einer Größe für den Ausbildungsmarkt im Enzkreis geworden.

Und auch diese Ausbildungsmesse im krisengeschüttelten Jahr 2022 wird einmal mehr zeigen, dass durch die mit viel Erfahrung und Wissen organisierte Zusammenführung junger Menschen mit ausbildungsbereiten Firmen – zum Nutzen aller Beteiligter – ein gewinnbringender Austausch mit handfesten Ergebnissen stattfindet. Denn eine gute Ausbildung ist wichtiger denn je.

Mit knapp 40 Ausstellern brauchen sich die Verantwortlichen über mangelde Nachfrage nicht zu beschweren. Ganz im Gegenteil – besagte Nachfrage von Seiten der Wirtschaft ist größer denn je. Inwieweit die Erwartungen von Jugendlichen erfüllt werden können, ist indes nicht ganz leicht zu ergründen. Auch die Nachfrage nach Berufen ist einem stetigen, man möchte fast schon sagen, modischen Wandel unterworfen.

An der passenden Branche soll es jedenfalls in der Monbachhalle nicht fehlen. Die enorme Breite der teilnehmenden Aussteller jedenfalls erschließt sich von den Bereichen IT und Kunststoff- oder Metallbearbeitung/Präzisionstechnik über die Polizei, die Baubranche, Dienstleistungsunternehmen aus den Sparten Einzelhandel, Alten- und Krankenpflege, Transport und Spedition – bis hin zum Dachdecker- oder Gärtnereibetrieb. So sei die in der Monbachhalle präsentierte Breite an Ausbildungsberufen, so die Organisatoren, ein Beleg dafür, dass man den richtigen Kurs und die richtige Strategie gewählt habe, um junge Menschen anzusprechen: sowohl lokal, also durch die direkte Kontaktaufnahme des Jugendlichen vor Ort wie auch durch das passende digitale Angebot.

„Wir nutzen aus beiden Welten die Vorteile. Digitalisierung erreicht über Social Media Aktivitäten die Zielgruppe optimal. Ein persönliches Gespräch auf der Ausbildungsmesse vermittelt einen ersten Eindruck vom Betrieb und den Ausbildern. Auf der Ausbildungsmesse sind bei vielen Firmen auch Auszubildende anwesend, die sehr gerne die Fragen der Jugendlichen beantworten“, so betonen denn auch die Macherin Manuela Erlenmayer und Matthias Gindele, Vorsitzender des Vereins für Gewerbetreibende, Selbstständige, Landwirte Neuhausen e.V. (siehe auch Interview folgende Seiten).

Aber: Eine Präsenzmesse in Sachen Ausbildung will auch gemeistert sein und verlangt allen Aktiven neben ihrem eigentlichen Beruf doch allerhand Engagement ab. Aber der Einsatz hat sich bisher immer gelohnt. WALTER KINDLEIN

Weitere Infos finden sie unter:
www.ausbildungsmesse-im-biet.de
www.azubi4me.de