Kreativ macht glücklich
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Kreativ macht glücklich

Was geht heute? Aus Langeweile kann auch Kreativität entstehen. FOTO: ANKE THOMASS - STOCK.ADOBE.COM

Kreativ macht glücklich

       

Freizeit

Sechs Wochen oder sogar ein bisschen länger haben Schulkinder Sommerferien. Was macht man, wenn die zu langweilig werden? Die Langeweile-Forscherin Anke Zeißig, Dipl. Psychologin für Soziale Arbeit, Gesundheit und Musik an der Universität Cottbus-Senftenberg, weiß darauf antworten – und klärt auch eine finale Frage.

Fühlt sich Langeweile für alle Menschen etwa gleich an?

Es gibt verschiedene Langeweile-Arten, die sich unterschiedlich anfühlen. Zum Beispiel eher entspannt, dösig oder auch ganz furchtbar. Sogar mit Ärger kann das Langeweile-Gefühl verbunden sein, zum Beispiel, wenn man gerne etwas tun möchte, aber nicht kann. Haben Sie Tipps, was Kinder tun können, wenn sie sich zum Beispiel jetzt in den Sommerferien langweilen? Wenn die Ferien losgehen und plötzlich keine Schule mehr ist, ist es ziemlich normal, sich erst einmal zu langweilen. Man kann Langeweile vertreiben, wenn man sich vor den Fernseher hockt oder zockt. Damit wird die Zeit aber eher totgeschlagen. Das ist auch mal okay, aber man fühlt sich meist länger glücklich und lebendig, wenn man aktiv etwas macht.

42 Prozent - Das ist der Anteil an Befragten, die 2021 ein Elektrorad für ihren Fahrradurlaub nutzten – zehn Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

(Quelle: ADFC)

Zum Beispiel etwas baut, erfindet, ein Abenteuer erlebt oder etwas Neues ausprobiert.

Wenn man etwas herstellt, also etwas Kreatives macht, hat man danach etwas Greifbares in der Hand. Oder man schnappt sich einen Freund oder die Eltern, steigt aufs Fahrrad und erkundet eine Gegend, in der man noch nicht war. Solche Erlebnisse machen uns glücklich.

»Das Open-Air-Kino ist in Pforzheim ein wahrer Klassiker. Darüber hinaus halte ich es für wichtig, kulturelle Angebote gerade auch in den Ferien zu schaffen. Denn einerseits sind Pforzheim und die Region Nordschwarzwald selbst Ferienziele für nationale und internationale Gäste. Und gleichzeitig unterstützen diese Ferienangebote auch dabei, die Identifikation junger Leute mit ihrer Stadt zu stärken. Schließlich hat man ja in den Ferien Zeit, etwas zu erleben.«

Bart Dewijze Kulturhaus Osterfeld

Nur zur Sicherheit: Kann man sich zu Tode langweilen?

Mit dem Spruch ist wohl eher dieses seelische Verhungern gemeint. Körperlich sterben kann man an Langeweile nicht. dpa
   

Trend zum Drahtesel

Aktiv sein und viel von Land und Leuten sehen: Das sind wichtige Gründe, weshalb sich eine wieder wachsende Zahl von Reisenden für Ferien mit dem Fahrrad entscheidet.

Rund vier Millionen haben es 2021 getan: So viele Menschen haben in Deutschland im vergangenen Jahr eine Radreise unternommen. Das ist laut Zahlen des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) gut eine halbe Million mehr als noch im Jahr zuvor. Der Boom hat viele Gründe: Die Touren durch attraktive Naturlandschaften sind ein Erlebnis für die ganze Familie. Die Reisenden sind unterwegs flexibel und können Zwischenstopps nach Lust und Laune einlegen, zudem ist diese Urlaubsform besonders nachhaltig.

Die aktuelle Radreiseanalyse zeigt ganz klar: Radfahren ist beliebt und zwar besonders dort, wo die Qualität der Radwege stimmt. Bei der Entscheidung für eine Radreise – aber auch für einen Tagesausflug – spielt die Infrastruktur eine zentrale Rolle. Hier wird deutlich, dass sich Investitionen in Radwege lohnen und Touristen anziehen.

Wer einen erholsamen Radurlaub verbringen möchte, sollte sich entsprechend darauf vorbereiten. Ein Check von Bremsen, Reifen, Schaltung, Federsystem, Pedalen, Schuhen und Helm vor dem Start sollte selbstverständlich sein. Bei der Kleidung hat sich das Zwiebelprinzip mit mehreren Schichten bewährt: luftig und leicht für bergauf, winddicht für bergab. pm