„Keine Entspannung“
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„Keine Entspannung“

Manuela Erlenmayer und Matthias Gindele FOTO: GSL NEUHAUSEN

„Keine Entspannung“

Die Macher der Ausbildungsmesse, Manuela Erlenmayer und Matthias Gindele, Vorsitzender des Vereins für Gewerbetreibende, Selbstständige, Landwirte Neuhausen, erläutern im Gespräch mit PZ-Redakteur Walter Kindlein, was es genau mit der Messe im Biet auf sich hat.

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Es scheint ja langsam wieder Normalität in die Veranstaltungskalender von Städten und Gemeinden eingekehrt zu sein. Wenn man in diesen Zeiten von Normalität überhaupt sprechen kann... Wie empfinden Sie die derzeitige Situation in den Betrieben, mit denen Sie zu tun haben?Die Situation in den Betrieben hat sich aus unserer Sicht nicht entspannt. Corona ist immer noch präsent und führt zu Personalengpässen, dazu kommt die aktuelle Problematik mit den Materialengpässen und hohe Energiekosten. Auch der demografische Wandel ist mittlerweile schon deutlich zu spüren.

Wie lief es diesmal im Vorfeld für die Ausbildungsmesse, wie sieht es mit dem Interesse bei den Betrieben aus?

Das Interesse der Betriebe an der Ausbildungsmesse war in diesem Jahr besonders groß. Die vorhandenen Ausstellungsflächen waren nach kürzester Zeit vergeben, so dass wir uns für nächstes Jahr vorstellen können, noch mehr Plätze anzubieten. Es wäre für uns durchaus möglich, noch ein bis zwei Zelte im Außenbereich zu stellen und damit noch 10-15 Standplätze mehr anzubieten.

Wie darf man sich die Zusammenarbeit mit der Gemeinde vorstellen?

Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde läuft sehr gut, die Lokation in der Monbachhalle hat sich sehr gut bewährt. Die Politik unterstützt natürlich die Stärkung des Standortes im Biet durch das gezielte Angebot von Ausbildungsplätzen hier in der Region.

Die Ausbildungssituation hat sich ja wohl wenig entspannt. Wie ist der Stand der Dinge?

Für die Betriebe wird es gefühlt immer schwieriger, geeignete und motivierte Bewerber/innen zu finden. Da in den letzten zwei Jahren kaum Praktika angeboten werden konnten, ist es natürlich umso schwieriger, den Jugendlichen die Anforderungen des Ausbildungsplatzes und das betriebliche Umfeld zu zeigen. Für viele ist die Ausbildung leider immer noch zweite Wahl gegenüber einer weiterführenden schulischen Ausbildung oder einem Studium.

Digital und vor Ort: Ist das ein Spagat oder ergänzen sich die Ansätze sinnvoll?

Wir nutzen aus beiden Welten die Vorteile. Digitalisierung erreicht über Social Media Aktivitäten die Zielgruppe optimal. Ein persönliches Gespräch auf der Ausbildungsmesse vermittelt einen ersten Eindruck vom Betrieb und den Ausbildern. Auf der Ausbildungsmesse sind bei vielen Firmen auch Auszubildende anwesend, die sehr gerne die Fragen der Jugendlichen beantworten.

Was ist das Erfolgsrezept für Ihre Messe, was sind die wichtigen Dinge, die zu beachten sind?

Es gibt mehrere Faktoren, die zu unserem Erfolg beitragen: Zum einen ist es natürlich die Regionalität und der gute Zuspruch durch die Besucher aus der Region. Mit der vierten Auflage ist die Ausbildungsmesse zu einem festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders geworden. Hinzu kommt aber noch das persönliche Engagement der ausstellenden Betriebe und der Mitglieder des GSL sowie die Organisation durch Manuela Erlenmayer von Erlenmayer Digital.