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Für die Zukunft vorsorgen – wichtig gerade vor Ort

Es muss sich viel ändern, damit die Welt bleibt, wie sie ist. FOTO: PANYA STUDIO - STOCK.ADOBE.COM

Für die Zukunft vorsorgen – wichtig gerade vor Ort

Die Bedeutung des Wortes ist abstrakt, doch um „Nachhaltigkeit“ erlebbar zu machen, reicht etwa ein Blick auf die hiesigen Stadtwerke (SWP) und einige ihrer Projekte.

Wohnen & Garten

Bis 2030 wollen die Stadtwerke klimaneutral sein. Mit dem Kohleausstieg im Jahr 2021 und der Einweihung der Gasmotoren im Heizkraftwerk am Enzauenpark sind die SWP bereits einen großen Schritt in diese Richtung gegangen. Das Heizkraftwerk wird in erster Linie über den sogenannten Biomasseblock betrieben. In der gewaltigen Anlage werden Holzhackschnitzel verfeuert und somit kann Energie gewonnen werden, die rund 20 000 Haushalte in Pforzheim mit Wärme versorgt.

Noch 2022 wollen die SWP zudem mit einem Projekt zum Bau eines Klärgas-Blockheizkraftwerks beginnen. Dort sollen mit Hilfe von Klärgas Strom und Wärme entstehen. Um möglichst vielen Pforzheimern die Nutzung der klimaschonenden Wärme zu ermöglichen, sind die SWP bestrebt, das Fernwärmenetz weiter auszubauen. pm

Heizungsspezialist Enver Karahan erläutert im Gespräch mit PZ-Redakteur Walter Kindlein, was „Nachhaltigkeit“ in der heutigen Zeit bedeutet.

Ihr Arbeitsfeld ist ja per se mit der „Nachhaltigkeit“ eng verbunden. Wie war etwa bei Heizungen die Entwicklung in den vergangenen Jahren?

Das beste Beispiel hierzu ist wahrscheinlich die Wärmepumpe. Sie ist keine neue Erfindung, aber wurde immer weiter entwickelt und ist somit eine sehr gute Alternative zu fossilen Verbrennungsanlagen geworden.

Wird es mittelfristig bis langfristig solche Technik, wie die von Gasheizungen überhaupt noch geben – egal wie sauber sie ist?

Kurzfristig wird man nicht an der fossilen Verbrennung vorbeikommen. Mittelfristig geht die Entwicklung hin zur Verbrennung von regenerativ erzeugtem Wasserstoff. Langfristig gesehen wird die Verbrennungstechnologie kaum noch zum Einsatz kommen.

Wo sehen Sie sonst noch Potenziale für mehr Nachhaltigkeit, gerade auf dem Feld der Haushaltstechnik?

Der Gebäudetechnik kommt im Hinblick auf das nachhaltige Bauen eine wichtige Rolle zu. Gebäudeautomation und Energiemanagement, die Verwendung von energiesparenden Systemen und Geräten, Wärmepumpentechnologie, die Nutzung von erneuerbaren Energien, etwa Photovoltaik, ebenso wie wassersparende Armaturen – das sind Technologien, die uns ein Stück weiterbringen werden.